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MTRA Radiologie René, 03-03-2019

Als MTRA in die Schweiz...

Hallo, mein Name ist René, ich bin 32 Jahre und wohne zurzeit in der Nähe von Ulm. Ich bin noch Soldat auf Zeit und gelernter MTRA. Im Moment besuche ich die Bundeswehrfachschule in München um meine Fachhochschulreife nachzuholen.

 

Wie bin ich auf die Idee gekommen im Ausland zu arbeiten?

Während meiner Zeit als Soldat bei der Bundeswehr, war ich dreimal im Kosovo, im Auslandseinsatz.

Dort habe ich mit vielen verschiedenen Nationen wie Amerikanern, Ungarn, Österreichern und natürlich auch Schweizern in einem Einsatzlazarett zusammengearbeitet. Dabei kam ich mit einigen von den Schweizern ins Gespräch, in Bezug auf das Arbeiten als MTRA in der Schweiz.

Da mir der Beruf viel Spaß macht und die Gespräche mich neugierig gemacht hatten, informierte ich mich darüber im Ausland, genauer in der Schweiz, als MTRA zu arbeiten.

Des Weiteren kannte ich schon ein paar Leute, welche schon vor Jahren in die Schweiz gezogen waren, um ebenfalls dort als MTRA zu arbeiten. Mit denen nahm ich Kontakt auf und holte mir weitere Informationen ein. Dies festigte noch mehr meinen Entschluss im Ausland als MTRA zu arbeiten.

Über meiner Geschichte als MTRA und wie ich mit Herrn Dames in Kontakt gekommen sind.

Die Ausbildung zum MTRA habe ich von 2007 bis 2010, während meiner Zeit als Soldat, in München in der MTRA Schule im Klinikum Großhadern absolviert. Der Theorieanteil fand sowohl im Klassenraum der Schule, sowie in Hörsälen des Klinikums statt, wo uns zum Teil Fachärzte u. a. aus den Bereichen CT, Strahlentherapie, Strahlenbiologie, Nuklearmedizin unterrichteten.

Den praktischen Teil absolvierte ich sowohl im Klinikum selbst, aber auch in verschiedenen Kliniken in München, was mir die Möglichkeit bot verschiedene Arbeitsweisen und Einrichtungen kennenzulernen.

Nach der Ausbildung habe ich meine Kenntnisse, zum einen in einem wiederkehrenden jährlichen Turnus im Bundeswehrkrankenhaus Ulm auffrischen können.

Zum anderen habe ich, durch meine 3 Auslandseinsätze mit insgesamt 12 Monaten, meine Tätigkeiten als MTRA dort weiter ausbauen und festigen können.

Da meine Zeit als Soldat auf 12 Jahre begrenzt war und ich, wie oben schon erwähnt, mich mit einigen Schweizern ausgetauscht hatte, begab ich mich im Internet auf die Suche nach weiteren Informationen zum Thema „MTRA in der Schweiz“.

Dies sprach mich an und ich schrieb Herrn Dames eine E-Mail an die unter dem Artikel verlinkte Adresse. Er antwortete sehr zügig und wir vereinbarten einen ersten Telefontermin, um genaueres zu besprechen. Das Gespräch verlief sehr angenehm. Wir klärten einige Fragen, besprachen welche Unterlagen er von mir benötige und wie das weitere Vorgehen von statten gehe.

Wir erarbeiteten dann gemeinsam ein Interessenprofil von mir. Also was ich mir vorstelle, wo ich gern arbeiten würde, welche Region ich bevorzuge, welchen Verdienst ich anstrebe, wie ich mir die Klinik und die Abteilung vorstelle usw.

Er gab mir auch viele Tipps und Informationen in Bezug auf Ummeldung, Steuern, Versicherung, Bankkonto usw. Herr Dames fand dann recht schnell 2 Kliniken die zu mir passten und bei denen ich mich vorstellen konnte. Er sendete mir die Kontaktdaten und die Unterlagen zu, bereitete mich auf die Gespräche / Schnuppertage vor und schickte mir auch eine günstige Unterbringungsmöglichkeit in einer Jugendherberge für die Übernachtung. 

Meine Reise, Schnuppertag und die Schweiz selbst.

Die beiden Termine lagen recht günstig für mich, an einem Montag und Dienstag, so dass ich das gut verbinden konnte. Den Kontakt zu beiden Kliniken, die Unterbringung in der Jugendherberge und die Anreise, hatte ich schon im Voraus organisiert und hergestellt. Ich reiste bereits am Sonntag in die Schweiz und übernachtete bei einem Freund, der ebenfalls vor 5 Jahren in die Schweiz gezogen war und auch als MTRA arbeitet. 

Besuch 1te Klinik

Am Montagmorgen fuhr ich zur ersten Klinik und stellte mich dort vor. Dies war ein Kantonsspital, die Abteilung war sehr freundlich und nett. Es waren sowohl Schweizer, Niederländer wie auch Deutsche in der Abteilung angestellt. Ich hatte schon telefonisch Kontakt aufgenommen und wir verstanden und sehr gut und hatten schon einiges im Vorfeld besprochen. Mir wurde dann vor Ort die Abteilung, die verschiedenen Untersuchungsräume und Geräte gezeigt sowie das Personal und die Ärzteschaft vorgestellt. Es war alles sehr modern und neuwertig eingerichtet. Der Umgang war sehr familiär und entspannt.

Das Vorstellungsgespräch an sich verlief auch eher locker und war angenehm. Es wurde von der Leitenden MTRA durchgeführt, die mir auch die Abteilung gezeigt hatte und mit der ich auch im Vorfeld schon kontakt aufgenommen hatte. Ich ging mit einem guten Gefühl aus der Klinik.

Nach dem der Schnuppertag vorbei war, führ ich in die Jugendherberge, die mir Herr Dames vorgeschlagen hatte und die ich im Voraus schon gebucht hatte. Es war eine saubere und gepflegte Unterkunft und wirklich günstig.

Besuch 2te Klinik

Am Dienstagmorgen fuhr ich dann zu meinem zweiten Schnuppertag in eine Privatklinik. Dort war ich ebenfalls einen Tag und verbrachte diesen recht gut durchgeplant in den verschiedenen Abteilungen. Ich hatte dabei ebenso Gelegenheit die Mitarbeiter kennenzulernen und ihnen Fragen über den Ablauf und die Arbeit zu stellen. Diese wurden mir sehr hilfreich und ausgiebig beantwortet, sodass ich mir ein umfassendes Bild machen konnte. Die Mitarbeiter waren ebenfalls sehr zuvorkommend und freundlich. Wie auch am Tag zuvor lernte ich Leute aus Deutschland, Schweiz, Belgien und den Niederlanden kennen, welche dort arbeiteten.  Die Abteilung umfasste mehr Personal und Geräte als die erste Klinik.

Das Vorstellungsgespräch erfolgte dann am Nachmittag und wurde von 3 Leuten durchgeführt. Es verlief wie ein „gewöhnliches“ Vorstellungsgespräch mit Fragen zu mir und meiner Person, sowie meine Absichten und Vorstellungen zum Arbeiten in der Schweiz.

Nachdem das Gespräch beendet war und ich den Schnuppertag beendet hatte, fuhr ich wieder zurück nach Deutschland.

Wahl und Entscheidung

Ich hatte nun zwei verschiedene Kliniken mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und Schwerpunkten gesehen. Konnte mir von beiden Häusern einen ersten Eindruck und meine Gedanken dazu machen.

Nun musste bzw. wollte ich mich entscheiden, welches der beiden Häuser für meine persönliche Zukunft in Frage kommt und wo ich mich eher sehe.

Ich entschied mich für die erste Klinik, da für mich dort die folgenden Punkte am ehesten für mich passten.

Zu den, für mich, entscheidenden Punkten zählten, die Lage, die Anbindung, die Arbeitsbedingungen, die Weiterbildungsmöglichkeiten, der Verdienst, der erste Eindruck aber auch die Organisation und die Informationen die ich während des jeweiligen Tages von den Mitarbeitern sammeln konnte.

Zur Schweiz selbst kann ich, durch meine ersten Eindrücke, sagen, dass die Menschen sehr höflich, und hilfsbereit sind. Es macht für mich den Eindruck, als ob bedeutend weniger Hektik und Stress herrscht. Sowohl beruflich als auch privat. Die Menschen scheinen ausgeglichener zu sein.

Das Land an sich konnte ich in der kurzen Zeit noch nicht groß erkunden. Jedoch verbrachte ich einige Stunden in Zürich, was mir recht gut gefallen hat.

Kosten und Verdiensten

Zu den Kosten für den Lebensunterhalt kann ich insoweit sagen, dass die Lebensmittel und Preise im allgemeinen schon höher sind als in Deutschland. Das spiegelt sich allerdings auch in der höheren Qualität wieder.

Zum Verdienst kann ich sagen das man als MTRA in der Schweiz gut doppelt so viel verdient wie in Deutschland, was auch einen angemessenen Verdienst für den Beruf darstellt.

Da das Arbeiten im Gesundheitswesen in Deutschland leider für viel zu selbstverständlich genommen wird und die Bezahlung nicht annähernd der Leistung entspricht.

Die Arbeitszeiten sind ähnlich wie in Deutschland, allerdings wird hier sehr strikt darauf geachtet das Überstunden nicht in hohem Maße anfallen und diese auch wirklich zeitnah wieder abgebaut werden.

Dadurch wird gewährleistet, dass man genug Zeit zur Regeneration hat und nicht irgendwann ausgelaugt ist. Das wohl der Angestellten steht hier deutlich im Vordergrund. 

Wie meine Zukunft jetzt aussieht…

Wie meine Zukunft ganz genau aussehen wird, ist jetzt noch schwer zu sagen. Allerdings freue ich mich auf den Start in der Schweiz, auf das Arbeiten als MTRA und auf die Erfahrungen die ich dort die nächsten Jahre sammeln werde.

Geplant ist auf jeden Fall ein langfristiger Verbleib in der Schweiz, ein Umzug im nächsten Jahr in die eigene Wohnung, da ich vorerst in dem Wohnheim der Klinik wohnen werden, bis ich eine passende Wohnung gefunden habe.

Abschließend kann ich sagen, dass die Betreuung, die Kommunikation sowie das Miteinander mit Herrn Dames sehr angenehm und professionell waren.

Er hat mir schnell und kompetent weitergeholfen und mir auch viele Informationen bezüglich der Gegebenheiten in der Schweiz gegeben die mir sehr weitergeholfen haben.

Ich kann Ihn mit gutem Gewissen weiterempfehlen und sagen, dass er ein verlässlicher und kompetenter Mensch ist.

 

 

 

 

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